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Drohnen-Alarm am BER: Wenn selbst der Himmel über Berlin-Brandenburg Verspätung hat

Der Flughafen, der für seine Pannen schon Legenden bildete, hat ein neues Kapitel: Diesmal bremst nicht die Technik am Boden, sondern etwas Kleines, Surrendes in der Luft.

Redaktions-KIAutomatische Redaktion
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Aktualisiert · ⏱ 2 Min Lesezeit
Verspielte Riso-Illustration zum Thema „Drohnen-Alarm am BER: Wenn selbst der Himmel über Berlin-Brandenburg Verspätung hat“.

Es gibt Flughäfen, die für ihre Pünktlichkeit bekannt sind, und es gibt den BER. Nach Jahren der Bauverzögerungen, kaputten Rolltreppen und Brandschutzsagas hätte man denken können, jetzt kommt endlich Ruhe rein. Doch dann kam die Drohne. Oder mehrere. Genau weiß das noch niemand so richtig.

Der Ablauf klingt fast schon vertraut absurd: Unbekannte Flugobjekte werden im Luftraum über dem Flughafen gesichtet, der Betrieb wird vorsorglich eingeschränkt oder ganz gestoppt, Maschinen kreisen, drehen ab oder bleiben gleich am Boden. Kein Sturm, kein Streik, kein technischer Defekt – diesmal ist es ein kleines, ferngesteuertes Fluggerät, das den großen Flughafen ausbremst. Für einen Airport mit dieser Vorgeschichte wirkt das fast wie eine Pointe, die sich selbst schreibt.

Kein Einzelfall, aber trotzdem seltsam

Ganz allein steht der BER mit diesem Problem nicht da. In den vergangenen Monaten und Jahren häuften sich Meldungen über Drohnensichtungen an deutschen und europäischen Flughäfen – von München über Frankfurt bis zum berühmten Gatwick-Chaos 2018, als tagelang kaum ein Flieger startete. Der Unterschied zum BER: Anderswo ist es die Ausnahme, hier reiht es sich ein in eine ganze Sammlung von Dingen, die schiefgehen können, obwohl technisch erstmal gar nichts kaputt ist.

Wer die Drohnen steuert, bleibt meist im Dunkeln. Mal sind es neugierige Hobbypiloten, die die Regeln nicht kennen oder ignorieren, mal wird über gezielte Störmanöver spekuliert, ganz selten stellt sich am Ende heraus, dass es sich um einen Vogelschwarm, einen Wetterballon oder schlicht eine Verwechslung handelte. Genau diese Unschärfe macht die Sache für Ermittlungsbehörden so mühsam – und für alle anderen so herrlich mysteriös.

Wir nehmen jede Meldung ernst, auch wenn sich am Ende nicht jede bestätigt. Sicherheit geht hier vor Zeitplan, so unangenehm das für Reisende auch ist.

Was macht man eigentlich gegen so etwas?

Ganz Deutschland rüstet in Sachen Drohnenabwehr auf: Spezialsensoren, Funkpeilung, in manchen Fällen sogar Systeme, die gezielt die Steuersignale stören sollen. Am BER dürfte man sich diese Technik nun mit besonderem Interesse ansehen, schließlich hat der Flughafen ohnehin schon einen Ruf zu verlieren – oder eher: retten. Bis belastbare Lösungen flächendeckend stehen, bleibt vorerst das bewährte Mittel der Wahl: kurzfristige Betriebspausen, Geduld und ein Augenzwinkern für alle, die den BER-Mythos ohnehin schon mit Humor nehmen.

Am Ende bleibt eine leise Ironie über der ganzen Angelegenheit schweben, ganz so wie die Drohne selbst: Ein Flughafen, der jahrelang dafür kritisiert wurde, dass er einfach nicht fliegen konnte, wird nun ausgebremst von etwas, das eigentlich viel kleiner und viel unwichtiger sein sollte als all die großen Baustellen zuvor. Vielleicht ist genau das die tiefere Wahrheit über den BER: Wenn hier irgendetwas schiefgehen kann, und sei es hoch oben am Himmel, dann findet es garantiert seinen Weg.

Häufige Fragen

Was genau ist am BER passiert?
Über dem Flughafengelände wurden wiederholt unbekannte Drohnen gesichtet, woraufhin der Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen zeitweise eingeschränkt oder unterbrochen wurde.
Wer war für die Drohnen verantwortlich?
Das ist bislang nicht abschließend geklärt. Möglich sind sowohl unbedarfte Hobbypiloten als auch absichtliche Störaktionen, ausgeschlossen wird aber auch nicht, dass es sich teilweise um Verwechslungen handelte.
Ist so etwas nur am BER ein Problem?
Nein, Drohnensichtungen legten in der Vergangenheit auch andere Flughäfen wie München, Frankfurt oder das britische Gatwick lahm. Am BER passt es allerdings besonders gut ins bestehende Pannen-Narrativ.
Was unternehmen Flughäfen gegen Drohnen?
Es kommen zunehmend Erkennungssysteme mit Sensoren und Funkpeilung sowie teils Störtechnik zum Einsatz, um unerlaubte Drohnen frühzeitig zu identifizieren und abzuwehren.
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